Wein und Schokolade - doppelter Genuss

Welche Kombinationen schmecken am besten? Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt und die ideale Zusammenstellung hängt natürlich in erster Linie von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Das Wichtigste dabei ist: Sowohl die Schokolade als auch der Wein sollten hochwertig sein – denn nur Qualität zahlt sich aus.

 

Wenn Sie Wein und Schokolade genießen, nehmen Sie bitte erst einen Schluck des Weins. Dann lassen Sie ein kleines Stück Schokolade auf Ihrer Zunge schmelzen. Und darauf geben Sie dann einen zweiten Schluck Wein. So haben Sie einmal beide Genussmittel separat und einmal gemeinsam … idealerweise ergibt sich aus der Kombination der größte Genuss.

 

Ich will Ihnen gern einige Paarungen nennen, mit denen ich in meinen Weinseminaren gute Erfahrungen gemacht habe. Eine köstliche Trüffelpraline oder eine üppige gefüllte Schokolade bilden mit einem Gläschen Portwein ein geniales Dessert, das noch dazu mit wenig Aufwand verbunden ist. Statt des Portweins können Sie natürlich auch einen südfranzösischen Dessertwein, beispielsweise einen Banyuls, Maury oder Rivesaltes, einen spanischen Cream-Sherry oder einen italienischen Vinsanto servieren.

 

Trinken Sie lieber einen Weißwein, wählen Sie am besten einen nicht ganz so trockenen und versuchen Sie dazu eine zartschmelzende Milchschokolade, gern auch mit fruchtigen oder würzigen Zusätzen. Eine meiner Lieblingskombinationen ist eine Milchschokolade mit Meersalz und Zitrus zu einem feinherben Riesling – ein echtes Aha-Erlebnis.  

 

Schön sind auch edelherbe Lagenschokoladen zu einem opulenten Rotwein, der dann ruhig auch kräftiger im Alkoholwert oder im Barrique ausgebaut sein darf. Selbst Schaumweine sind kein Problem: Kombinieren Sie einmal ein Stück weißer Schokolade mit fruchtigen Himbeeren oder Erdbeeren mit einem fruchtbetonten Sekt oder Crémant der Geschmacksrichtung trocken oder halbtrocken. Sie werden überrascht sein, wie gut sich das ergänzt.

 

Meine Tipps

 Beachten Sie, dass sich bitter und bitter unangenehm verstärken, weshalb fruchtige Rotweine, deren Tannine nicht (mehr) so vordergründig sind, die besseren Begleiter zu edelherber Schokolade sind.

Bei süßen Paaren sollte der Wein immer etwas süßer als die Schokolade sein, denn süß und süß intensivieren sich nicht, sondern gleichen sich aus.