Weine zu typisch schwäbischen Speisen

Wenn Sie typisch schwäbisch Gerichte auf den Tisch bringen, sind auch schwäbische Weine eine gute Wahl. Zu Linsen mit Spätzle und Saiten ist der fruchtbetonte Trollinger unübertroffen. Er begleitet auch gut saure Kutteln, insbesondere, wenn diese in einem Trollingersößle daherkommen.

Der beliebte Zwiebelrostbraten hingegen möchte schon lieber einen kräftigeren Tropfen. Greifen Sie hier also lieber zum zweitwichtigsten Württemberger, dem Lemberger. Dieser passt auch vorzüglich zu Rinder- oder Sauerbraten und zu Wildgerichten, vor allem, wenn Sie davon auch einen guten Schluck in die den Schwaben so wichtige dunkle Sauce geben.

Bei Maultaschen kommt es auf die Zubereitungsart an. Braten Sie sie mit Ei an, empfehle ich Ihnen einen säurearmen Weißwein, Grauburgunder oder Chardonnay. Das sind auch die Weine meiner Wahl, wenn es um Kässpätzle geht. Wenn Sie die Hergottbscheißerle lieber in der Brühe servieren und dazu einen schwäbischen Kartoffelsalat reichen, wird es komplizierter. Brühe ist nicht wirklich geeignet für Wein und auch rohe Zwiebeln tun diesem nicht gut. Ein nicht allzu trockener Trollinger Weißherbst kommt damit am ehesten zurecht.

 

Da die schwäbische Küche auch Süßspeisen nicht abgeneigt ist, will ich Ihnen dazu auch noch ein paar Tipps geben: Zu Apfelküchle oder einem Opfenschlupfer, der ja auch mit Äpfeln zubereitet wird, passt ganz vorzüglich ein halbtrockener bis lieblicher Riesling – das hängt davon ab, wie süß Sie Ihre Speise zubereiten; je süßer das Dessert, desto süßer muss auch der Wein sein, weil ansonsten die Säure unharmonisch in den Vordergrund kommt. Diesen Wein können Sie auch zum Pfitzauf oder zu einem schönen Hefezopf mit viel Mandeln und Rosinen reichen. Wobei mir dazu auch ein Sekt sehr gut schmeckt, aber auch der eher in den Geschmacksrichtungen trocken oder halbtrocken. 

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