Sommer - Sonne - Sommerweine

Heiße Temperaturen, Sonne pur … zu dieser Jahreszeit werden Weine gern als „Sommerweine“ angepriesen. Was aber charakterisiert einen Sommerwein?

 

Zum einen sind das Weine mit einem nicht zu hohen Alkoholgehalt, zum anderen Weine, die kühl serviert werden können.


Deshalb schlägt bei hohen Temperaturen die Stunde der Rebsorten, die aufgrund ihrer knackigen Säure besonders frische Weine ergeben. Bei den Weißweinen sind dies vor allem Riesling, Sauvignon Blanc und natürlich auch Cuvées mit diesen Sorten. Suchen Sie nach etwas Neuem, probieren Sie doch einmal einen Verdejo aus dem nordspanischen Rueda, einen leichter Vernaccia aus der Toskana oder einen Vinho Verde aus Portugal.

 

Sind Sie eher Rotwein-Liebhaber, passen zum Sommer natürlich ganz besonders gut die Roséweine. Hier werden zwar rote Trauben verwendet, die Verarbeitung erfolgt aber wie bei den Weißweinen. Das bedeutet, dass der Most nur wenige Stunden in Kontakt mit den Beerenhäuten ist. Dadurch wird zum einen weniger Farbe ausgelaugt, zum anderen bleiben die Säurewerte und die Fruchtigkeit erhalten. Zudem wird der Rosé, wie die Weißweine, kühl serviert. Ich empfehle Ihnen, Weiß- und Roséweine bei großer Hitze bei maximal sechs Grad Celsius zu servieren. Denn schon beim Einschenken erwärmt sich der Wein um ein bis zwei Grad und wenn Sie ihn dann bei 30 Grad auf der Terrasse genießen, ist die optimale Trinktemperatur von acht bis zehn Grad Celsius in Windeseile erreicht.

 

Sie bestehen trotz allem auf einem Rotwein? Auch das ist machbar. Greifen Sie in diesem Fall zu den roten Vertretern, die man getrost kühlen kann. Allen voran sei hier natürlich „unser“ Trollinger genannt – der ideale rote Sommerwein. Auch andere frische, junge und leichte Rotweine, beispielsweise Beaujolais, Bardolino, Valpolicella, trockener Lambrusco, Cabernet Franc von der Loire oder Côtes du Rhône aus der Provence, profitieren davon, wenn sie gekühlt auf den Tisch kommen. Sie versprechen optimalen Trinkgenuss bei 12 Grad Celsius, sollten also bei maximal neun bis zehn Grad auf den Tisch kommen.