Vorsicht: Gefährliche Kombinationen

Foto: Dieter Kaiser / pixelio.de
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Wenn man ein schönes Menü plant, macht man sich meist auch Gedanken über die passenden Weine. Heute möchte ich Ihnen einige Lebensmittel vorstellen, bei denen Vorsicht geboten ist.

 

Zum einen sind dies Speisen, die sehr stark mit Meerrettich, Wasabi, scharfem Senf (Dijon-Senf) oder viel Chili gewürzt sind. Eine derart ausgeprägte Schärfe überlagert oder zerstört sogar die Frucht und Aromatik der Weine.

Auch Essig ist ein schwieriger, aber nicht unmöglicher Partner für Wein. Abhilfe ist hier ein gereifter Balsamico mit seinen eher süßlichen Noten und die Verwendung eines buttrigen Öls. Extrem schwierig wird es für den Wein wenn sich zum Essig auch noch Schalotten gesellen.

 

Artischocken haben ausgesprochene Bitterstoffe (Cynarin). Die Folge: Der Wein büßt all seine Fruchtaromen ein und entwickelt metallische Noten. Diese Wirkung kann abgemildert werden, wenn die Artischocke mit Salz und Zitrone gekocht wird.

 

Roher Spinat verfügt über einen hohen Säuregehalt und enthält zudem Oxalsäure. Letztere bewirkt im Mund und am Gaumen einen pelzigen Effekt – keine gute Voraussetzung für den Weingenuss.

 

Rohe Tomaten verfügen über ebenso viel Säure wie Bitterstoffe und verstärken dadurch unangenehm die Säure im Wein.

 

Beim Genuss von Joghurt und Magerquark wird der Mundraum völlig mit Säure und Fett ausgekleidet, was es einem Wein unmöglich macht, jegliche Aromen zu transportieren.

 

Das Problem beim Eis ist nicht nur der im Allgemeinen hohe Gehalt an Zucker und Fett, sondern vor allem die Temperatur, die dem Gaumen sozusagen eine kleine Lokalanästhesie verpasst. Deshalb ist ein Sorbet als Zwischengang für Weintrinker eher ungeeignet.

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